Jochen Ott rettet Bauspielplatzbetrieb

Wahnheide, 10. Juli 2008

kidsbsp.jpgDer Bauspielplatz am Senkelsgraben bleibt nun doch geöffnet -ein drohendes „Aus“ wegen fehlender Fördermittel konnte in letzte Minute abgewendet.

Zwar hatte der Verein bereits im Januar die Zusicherung über den Betriebskostenzuschuss von 10.000 Euro von der Stadt längst erhalten, aber das war es dann auch erst einmal …

Zugegeben, so eine Beratung und Beschlussfassung eines städtischen „Doppelhaushaltes“ ist schon eine anstrengende und zeitintensive Sache. Schließlich waren die Fördermittel für den gemeinnützigen Verein jedoch im Haushaltsplan enthalten und vom Rat im Juni verabschiedet worden.

„Der Förderverein war in Erwartung der Fördermittel zu Beginn der Saison bereits in Vorleistung getreten, denn zusätzliches Personal mit 2 neuen Zeit-Arbeitsplätzen kosten Geld. Und dieses Geld fehlt spätestens ab dem 01. August, wenn wir keine Honorarkräfte mehr hätten bezahlen können“, so Fördervereinsvorsitzende Marion Tillmann, die sich deshalb zunächst an die Sachbearbeiterin des zuständigen Jugendamtes wandte. Die aber war in Urlaub und eine Vertreterin ließ wissen, „dass eine Auszahlung wegen vorläufiger Haushaltsführung bis auf Weiteres ohnehin nicht möglich sei“. „Alternativ wurde uns ein Antragsverfahren „mit sechs pdf-Formularsätzen zur Abbildung des Betriebszweckes nebst vollständiger Jahresbilanzierung einschließlich Förder- und Bedarfsnachweis für eine Sonderförderung“ angeboten, erläutert Tillmann das sogenannte „Formlos-Verfahren“, welches dem Verein letztlich empfohlen wurde.

Also wandte man sich schriftlich an die Jugenddezernentin Dr. Agnes Klein, um zumindest eine vorzeitige Abschlagszahlung „zur Weiterführung unseres Spielbetriebes“ zu erreichen.

Jochen Ott, Freund und Förderer des Bauspielplatzes, war vom Vorstand über die missliche Kassenlage und drohende Schließung informiert worden und kommentierte:

„Auch wenn sich die Stadt Köln formal in einer „vorläufigen Haushaltsführung“ befinde und die Genehmigung der Bezirksregierung noch ausstehe, müssen finanzielle Hilfen auch kurzfristig möglich sein“, sagte Jotten Ott den Wahnheider Ortsvereins-Vorstandsmitgliedern Marion und Karl-Heinz Tillmann Unterstützung zu („Ich werd mich drum kümmern …“).

„Von Montag bis Donnerstag innerhalb einer Woche ist es gelungen, die Schließung des Bauspielplatzes und die Auflösung der Arbeitsverträge zu verhindern, nachdem uns bis heute die mündliche Ankündigung „einer 80-prozentigen Abschlagszahlung auf die Regelförderung 2008“ seitens des Jugendamtes der Stadt Köln vorliegt“, freut sich Geschäftsführer Karl-Heinz Tillmann.

Besonders stolz ist der Vorstand des Fördervereines, dass man den täglich über 50 Kindern auf dem Bauspielplatz nicht nur Abwechslung und Freizeitspaß, sondern dazu auch eine warme Mittagmahlzeit für manchmal unter 1 Euro bieten kann.

Besuchen Sie den Bauspielplatz

„Noch vor unserem großen Sommerfest am 30. August 2008 ab 15 Uhr werden wir

einen neuen Bolzplatz mit zwei Metalltoren einschließlich Rollrasen,
eine neue Streetball-Anlage,
eine neuen Küchencontainer und
einen neuen großen Aufenthalts-Container

für und mit den „Großen und Kleinen“ vom Bauspielplatz einweihen

und in Betrieb nehmen“, unterstreicht Vorsitzende Marion Tillmann die beachtliche Erfolgsbilanz, zu der ein neuer Kanalanschluss und ein langfristiger Mietvertrag mit der Stadt über die freie Benutzung der städtischen Liegenschaft am Senkelsgraben in der Gernotstraße 10, 51147 Köln (Wahnheide) zählen.

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.