Hangrutsche für Kinder ersatzlos entfernt
Seit über 25 Jahren zierte sie den großen Hang auf dem städtischen Spielplatz am Senkelsgraben in Porz-Wahnheide. Ungezählte Male hatten tausende Kinder seither ihren Spaß, „von ganz oben in die Tiefe des Hanges” zu rutschen.
Doch damit ist nun endgültig Schluss, denn die große Hangrutsche wurde von der Stadt Köln am 25.10.2007 „aus Sicherheitsgründen“ abmontiert und entfernt. Ein Ersatz für das beliebte Spielgerät auf dem städtischen Spielplatz ist nach Mitteilung der Stadt „aus Kostengründen nicht vorgesehen“ …
Nicht etwa die Anwohner aus der nahen Umgebung hatten sich über die Rutsche oder den Spaß der vielen Kinder beschwert: Auch hatte es hier keine Unfälle gegeben, die Anlass zur Demontage gewesen wären. Eigentlich hat die Rutschbahn bis Anfang des Jahres – außer die Kinder – niemanden recht interessiert. Bis zu dem Zeitpunkt, als die Wahnheider Jungsozialisten freiwillig die Patenschaft über den Spielplatz mit Genehmigung der Stadt übernahmen und die Stadt auf die Rutschbahn aufmerksam wurde. Bei einem Ortstermin stellten Vertreter der Stadt fest, dass „der Hang zu steil“ sei und „das Spielgerät nicht den geltenden Sicherheitsvorschriften“ entspräche.
Da die Stadt außerdem nicht über die Mittel für eine Unterhaltung bzw. Instandsetzung verfügt, wurde zum Entsetzen der Kinder und Jusos entschieden, die Rutschbahn “zur Vermeidung von Gefährdungen zu entfernen”. Alle Bemühungen der jungen Sozialdemokraten zur Erhaltung der Hangrutsche blieben erfolglos. Das hatte den benachbarten Förderverein des privaten Bauspielplatzes am Senkelsgraben in Wahnheide e.V. auf den Plan gerufen:
„Um den Kindern wenigstens die Erinnerung an den Rutschspaß zu erhalten und als kleines „Trostpflaster“ für den Senkelsgraben haben wir bei der Stadt den Antrag gestellt, die Rutschbahn zum Weiterbetrieb auf dem beaufsichtigten Gelände des Bauspielplatzes zur Verfügung zu stellen“, so Marion Tillmann, Vorsitzende des Fördervereins. Hier lenkte die Stadt nach Verhandlungen ein und verzichtete auf die Verschrottung zu Gunsten des Spielbetriebes des Bauspielplatzvereins.
Auf dem Bauspielplatz wollen die Ehrenamtler die Rutsche nun an einem weniger steilen Hang in das dortige Spielgelände integrieren und diese – z. B. auch als Wasserrutsche - für die Kinder bereitstellen. „Mehr war leider nicht drin“, so Marion Tillmann zu der gelungenen Standortverlagerung, mit der die Kinder, aber auch die Wahnheider Jungsozialisten „unterm Strich zufrieden“ sind.
November 9th, 2007 at 13:24
Das ist doch immer wieder dasselbe: Für ein verrostetes Reiterdenkmal schmeissen die zigtausende für einen Transport und nochmal ne dicke Million für die Restaurierung aus, damit der Gaul auch in 5 Jahren wieder runterholt werden kann …
November 9th, 2007 at 15:43
typisch stadt ! schade für die kinder.